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Equal PayDay | Young BPWMentoring

 

BPW Germany Club Nürnberg e.V.

Die Arbeitsgruppen sind das Herzstück des BPW Germany. Hier setzen engagierte Frauen ihr professionelles Potenzial ehrenamtlich ein, um die Ziele unseres Verbandes zu realisieren.

Initiative „Rote Tasche“
Nächster Termin: 26. März 2010

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Erfahren Sie
hier mehr zum Nürnberger equal pay day am 14. April 2008.


Bericht vom EPD 14.April 2008

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Frauen haben mehr verdient!

 

Der erste "Equal Pay Day" fordert ein Ende der Lohndifferenzen zwischen Mä nnern und Frauen. Frauen verdienen 22 % weniger als Mä nner und bekommen damit nicht einmal annähernd, was sie wert sind. Oder bekommen Sie, was Sie verdienen?

Am 15. April 2008 haben die Frauen in Deutschland in etwa das verdient, was die Mä nner bereits am 31. Dezember des Vorjahres in der Tasche hatten. Berufstä tige Frauen erhalten in Deutschland bei gleicher Qualifikation für die gleiche Tä tigkeit in Vollzeit durchschnittlich 22 Prozent weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen. Damit liegt die Bundesrepublik im europä ischen Durchschnitt (15 %) an drittletzter Stelle.

 

Nur in der Slowakei und in Estland werden die Frauen noch schlechter bezahlt.

Was auf den ersten Blick ein weibliches Thema zu sein scheint, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als gesamtwirtschaftliches Problem, denn weniger Lohn bedeutet weniger Geld für die Familien und für Investitionen, weniger Steuern an den Fiskus, weniger Rentenanwartschaften. Somit behindert die Gehaltskluft nicht nur die Frauen, sondern die gesamte wirtschaftliche Entwicklung.

Um auf die Diskrepanz bei der Entlohnung zwischen Mä nnern und Frauen aufmerksam zu machen, fand bundesweit der erste "Equal Pay Day" (= gleicher Entlohnungs-Tag) mit Diskussionen, Seminaren und Workshops statt. In Nürnberg hatten das Frauenbüro der Stadt und der BPW (Business and Professional Women) zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, bei der Ursachen und wirtschaftliche Folgen der Lohndifferenz analysiert und aus verschiedenen Bereichen beleuchtet wurden. Ida Hiller(Frauenbeauftragte der Stadt Nürnberg) und Anna Kaib (Pressefrau des Frauennetzwerks BPW Nürnberg) hatten als Referentinnen Dr. Gesine Stephan (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), Christiane Voigt (DGB Abteilungsleiterin Bayern) sowie Swaan Barrett (Personalleiterin Rödl & Partner)eingeladen. Das Haus Eckstein war somit fest in weiblicher Hand.

 

Die Referentinnen schilderten die Situation und ihre Ursachen in Deutschland und Europa jeweils aus ihren Berufsumfeldern und suchten nach Strategien zur Verä nderung. Eine der wesentlichen Ursachen für die Lohndifferenzen zwischen Mä nnern und Frauen sind die Arbeitsunterbrechungszeiten. Frauen, die den Spagat zwischen Beruf und Familie wagen (müssen), sind wie bei der Elternzeit entweder für einige Monate beruflich völlig auß en vor oder nur in Teilzeitbeschä ftigungsverhältnissen anzutreffen. Im Gegensatz zu den Mä nnern, die sich für eine Auszeit entscheiden, können die Frauen die entstandene Lücke nicht mehr schließ en. Weitere Einflussfaktoren auf die Entgeltunterschiede sind, dass Frauen seltener in gut bezahlten Führungspositionen anzutreffen sind als Männer, dass sie häufiger in Branchen wie der Gastronomie oder dem Einzelhandel beschä ftigt sind, in denen das Lohngefüge generell niedriger ist, dass sie hä ufiger in Teilzeitarbeitsverhä ltnissen anzutreffen sind, in

denen die Aufstiegschancen geringer sind und dass sie eher in Kleinunternehmen arbeiten, in denen ohnehin weniger bezahlt wird. Obwohl die Frauen bei den Hochschulabsolventen mit 51 % mehr als die Hälfte ausmachen, promovieren nur etwa 40 %. Der Frauenanteil in Führungspositionen liegt dann gerade einmal bei 30 %. Frauen sind in Hochlohnberufen ganz klar unterreprä sentiert.

Schon junge Frauen werden direkt nach der Ausbildung mit einem um 8 % niedrigeren Monatsentgelt eingestellt als Mä nner gleichen Alters und gleicher Ausbildung. Dennoch lag das Durchschnittsalter der Veranstaltungs-Besucherinnen und besucher (ja, es war auch ein Mann dabei!) bei etwa 45 Jahren und die jungen Frauen waren deutlich in der Unterzahl. Möglicherweise müssen Frauen erst noch verinnerlichen, sich in Gehaltsverhandlungen positiver zu "verkaufen". Sie müssen erkennen, dass sich Zusammenschlüsse und "netzwerken" in jedem Fall auch für für sie lohnen. Mä nner haben diesen Nutzen schon lange für sich erkannt und "klüngeln", egal ob auf dem Fuß ball- oder auf dem Golfplatz.

 

Bisher erreichen Frauen selten das Einkommensniveau von Mä nnern und wenn doch, dann meist nur in den unteren Lohnbereichen. Damit sich das ä ndert, fordert die Europa-Abgeordnete Lissy Gröner in einem offenen Brief ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft.

 

"Es ist ein Armutszeugnis für Deutschland, dass im 21. Jahrhundert gute und oft sogar besser ausgebildete Frauen weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen", kritisiert Gröner. "Leider haben die vielen Initiativen zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesrepublik bisher wenig Erfolg gezeigt und Appelle und freiwillige Vereinbarungen gingen ins Leere. Ich fordere die Frauenministerin auf, endlich zu handeln und durch ein Gesetz zur Gleichstellung in der Privatwirtschaft sowie durch Unterstü tzung eines gesetzlichen Mindestlohns den Frauen endlich ein existenzsicheres Einkommen zu verschaffen!"

 

Vielleicht finden Lissy Gröners Worte bei den zustä ndigen Politikern und Wirtschaftsbossen Gehör, damit die Frauen in der Bundesrepublik in naher Zukunft tatsä chlich bekommen, was sie verdienen!

 

Frauenbüro der Stadt Nürnberg

Ida Hiller Frauenbeauftragte

Fünferplatz 1, 90403 Nürnberg

Telefon 0911.231-4184 und 85, Fax 0911.231-5095

ida.hiller@stadt.nuernberg.de

http://www.nuernberg.de/internet/frauenbeauftragte

 

BPW Nü rnberg Initiative Rote Tasche

Anna Kaib Imhofstraß e 8, 90429 Nürnberg

Telefon 0911.288801, Fax 0911.288812

anna.kaib@freenet.de

www.bpw-nuernberg.de

Text: Sabine Beck

 

 

Ab 01.01.2011 ruhen die
Aktivitäten des BPW-Club Nürnberg.
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finden bis auf weiteres nicht statt.
 
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Regina Rabe
Goldweiherstraße 6
90480 Nürnberg

Telefon (0911) 4087333

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